Schadensfreiheitsklassen in der Autoversicherung

Es ist allgemein bekannt, dass man als Autofahrer in Deutschland eine Absicherung für das Auto haben muss. Eine solche Absicherung kann man über die Kfz-Versicherung bei unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften in Anspruch nehmen. Bei der Versicherung gibt es verschiedene Einstufungen, sogenannte Versicherungsklassen oder auch Schadenfreiheitsklassen, die für die Berechnung des Versicherungsbeitrags relevant sind. Die Einteilung in die Versicherungsklasse ist bei jedem Versicherten von bestimmten Faktoren abhängig und somit meist unterschiedlich.

Wenn man ein Auto das erste Mal auf sich selber zulässt, wird man in der Regel in die Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft. Dies ist eine relativ teure Versicherungsklasse, jedoch werden im Laufe der Versicherungsjahre die Bedingungen für den Versicherungsnehmer verbessert. Je länger man mit dem Auto unfallfrei geblieben ist, desto besser wird die Einstufung. Nach wenigen Jahren zahlt man dann nur noch etwa 80 Prozent des normalen Versicherungsbeitrags.

Unter bestimmten Umständen kann man sich auch bereits von Anfang an in eine bessere Versicherungsklasse einstufen lassen. Dies ist beispielsweise möglich, wenn bereits andere Familienangehörige eine Kfz-Versicherung haben. In diesem Fall kann sich der neue Versicherungsnehmer bei der selben Versicherungsgesellschaft von Anfang an in eine bessere Schadenfreiheitsklasse einstufen lassen. Eine andere Möglichkeit besteht auch darin, die bereits angesammelten Versicherungsklassen eines Familienmitglieds zu übernehmen. Benötigen die Großeltern beispielsweise kein Auto mehr, so dass die Kfz-Versicherung auch nicht mehr benötigt wird, kann das jüngere Familienmitglied die Rabatte übernehmen.

Wie bereits etwas weiter oben erwähnt, wird man jedes Jahr in eine bessere Klasse eingestuft. Es kann aber auch passieren, dass für die versicherte Person eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse geschieht. Dies ist immer dann der Fall, wenn man einen Unfall selber verursacht hat und die Kfz-Versicherung in Anspruch nehmen muss. Je mehr Unfälle man in einem Kalenderjahr verursacht, desto drastischer wird der Versicherungsnehmer zurückgestuft. Wenn man bereits vier Unfälle innerhalb eines Jahres schuldhaft verursacht hat, wird man wieder in die Anfangsklasse eingestuft. Dadurch wird der Versicherungsbeitrag für die Versicherten wesentlich teurer. Aus diesem Grund sollte man im Hinblick auf die Kosten der Kfz-Versicherung eine vorausschauende Fahrweise beherzigen.

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