In einem geordneten Vorratsschrank finden Sie Lebensmittel leichter und brauchen ältere Packungen rechtzeitig auf. Sortieren Sie die Lebensmittel, lagern Sie sie passend und sehen Sie vor dem Einkauf nach, was noch da ist.
In den Schrank gehören haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, getrocknete Hülsenfrüchte und Konserven. Kühlpflichtige Produkte lagern Sie dort nur, wenn die Verpackung es ausdrücklich erlaubt.
Den Vorratsschrank passend platzieren
Haltbare Lebensmittel lagern am besten trocken, dunkel und gut belüftet. Viele Produkte wie Mehl, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte und Konserven lagern am besten bei 15 bis 20 °C. Die Hinweise auf der Verpackung haben Vorrang, denn einzelne Lebensmittel brauchen besondere Bedingungen.
Stellen Sie den Schrank möglichst in Küchennähe auf, damit Sie beim Kochen leicht an die Vorräte kommen. Vermeiden Sie Plätze, an denen Wärme oder Feuchtigkeit entstehen, etwa direkt neben einem Heizkörper oder über dem Herd. Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, gehören in den Kühlschrank und nicht in den Vorratsschrank.
Vorräte prüfen und sortieren
Sehen Sie vor dem Umräumen nach, welche Lebensmittel im Schrank stehen und ob Verpackungen beschädigt sind. Legen Sie Produkte beiseite, die bald verbraucht werden sollen. So sehen Sie, was bereits vorhanden ist, bevor Sie beim nächsten Einkauf etwas doppelt kaufen.
Ordnen Sie die Lebensmittel nach Gruppen, die zu Ihrem Alltag passen. Eine mögliche Aufteilung sind Backzutaten, Frühstücksprodukte, Nudeln und Reis, Konserven sowie Snacks. Verwenden Sie bestimmte Zutaten oft zusammen, stellen Sie sie nebeneinander. Entscheidend ist, dass alle Haushaltsmitglieder die Produkte leicht finden und nach dem Gebrauch wieder an denselben Platz stellen können.
Schwere Gläser und Konserven stehen sicherer auf den unteren Regalböden. Stellen Sie leichte Packungen und selten benötigte Vorräte weiter oben ins Regal. Lassen Sie angebrochene oder bald aufzubrauchende Lebensmittel gut sichtbar stehen.
Ältere Produkte nach vorne stellen
Stellen Sie neue Einkäufe hinter die vorhandenen Packungen. So greifen Sie zuerst zu den älteren Vorräten und übersehen sie nicht im hinteren Teil des Schranks. Prüfen Sie dabei auch das Mindesthaltbarkeitsdatum: Läuft ein später gekauftes Produkt früher ab, stellen Sie es nach vorne.
Dafür brauchen Sie kein kompliziertes System. Achten Sie beim Einräumen darauf, dass die älteren Packungen erreichbar bleiben. Bei mehreren Packungen desselben Produkts können Sie das frühere Datum nach vorn drehen oder die Packungen entsprechend anordnen.
Angebrochene Lebensmittel verschließen
Verschließen Sie angebrochene trockene Lebensmittel gut. Mehl, Müsli, Nüsse oder Hülsenfrüchte lassen sich in dicht schließenden Gefäßen aus Glas, Metall oder Kunststoff aufbewahren. Durchsichtige und stapelbare Behälter erleichtern den Überblick und helfen, den Platz im Schrank gut zu nutzen.
Sie müssen ungeöffnete Produkte nicht grundsätzlich umfüllen. Wenn Sie eine Packung in ein anderes Gefäß geben, sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum erkennbar bleiben. Bewahren Sie dafür die Verpackung auf oder notieren Sie das Datum am Behälter. So können Sie die Ware weiterhin sinnvoll nach ihrer Haltbarkeit sortieren.
Vorräte regelmäßig kontrollieren
Werfen Sie vor dem Einkauf einen Blick in den Schrank und prüfen Sie, was fehlt und was zuerst verbraucht werden sollte. Wie oft Sie den Schrank kontrollieren, hängt von Ihrem Haushalt ab. Regelmäßige kurze Kontrollen reichen im Alltag oft aus; bei selten genutzten Vorräten lohnt sich zusätzlich ein gründlicherer Blick.
Achten Sie auf Krümel und beschädigte Packungen. Prüfen Sie den Schrank auch auf Spuren von Vorratsschädlingen. Lebensmittelmotten können bereits mit eingekaufter Ware oder Verpackungsmaterial ins Haus gelangen. Gespinste und Fraßmehl sind Hinweise auf einen Befall. Auch lebende Insekten weisen darauf hin. Betroffene Lebensmittel sollten Sie entsorgen und Schrank sowie Behälter gründlich reinigen. Gut verschlossene Gefäße erschweren Motten den Zugang zu trockenen Vorräten.
MHD und Verbrauchsdatum unterscheiden
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, wie lange ein ungeöffnetes Produkt bei richtiger Lagerung seine typischen Eigenschaften behält. Ein überschrittenes MHD bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das Lebensmittel verdorben ist. Prüfen Sie das Produkt sorgfältig und berücksichtigen Sie, ob es richtig gelagert wurde.
Das Verbrauchsdatum kennzeichnet besonders leicht verderbliche Lebensmittel. Ist es abgelaufen, sollten Sie das Produkt nicht mehr verzehren. Achten Sie beim Sortieren deshalb darauf, welche Art von Datum auf der Verpackung steht.
































