Lebensmittelmotten erkennen und bekämpfen

Wenn Sie Motten im Vorratsschrank entdecken, prüfen Sie Lebensmittel und Verpackungen. Feine, spinnwebartige Fäden und Larven sind Anzeichen für einen Befall. Verklumpte Vorräte sprechen ebenfalls dafür. Entsorgen Sie befallene Ware. Reinigen Sie Schrank, Ritzen und wiederverwendbare Behälter gründlich. Lagern Sie trockene Vorräte künftig luftdicht.

Eine einzelne Motte beweist noch keinen Befall. Lebensmittelmotten gelangen häufig mit befallenen Produkten oder Verpackungen ins Haus. Daher kann auch eine hygienische Küche von Lebensmittelmotten befallen sein.

Befall sicher erkennen

Achten Sie vor allem auf feine Fäden oder Gespinste in Lebensmitteln und an Verpackungen. Körner, Mehl oder Müsli können dadurch zusammenkleben und verklumpen. Weitere Hinweise sind kleine Larven, dunkle Kotkrümel, Häutungsreste, Fraßspuren oder ein muffiger Geruch.

Kontrollieren Sie Mehl und Getreideprodukte ebenso wie Müsli, Reis und Nudeln. Sehen Sie auch bei Hülsenfrüchten, Nüssen, Trockenobst und Schokolade nach. Auch Trockenfutter für Haustiere gehört dazu. Larven durchbeißen Verpackungen und verstecken sich mitunter in Schrankfugen oder außerhalb der Packungen. Prüfen Sie deshalb auch benachbarte Vorräte. Kontrollieren Sie angrenzende Schränke und Ritzen.

Die Falter sind klein und können silbrig-grau, bernsteinfarben oder kupferrot wirken. Weißliche Larven kriechen manchmal an Wänden entlang oder sitzen in Ecken. Eine einzelne Motte an der Küchenwand liefert nur einen unsicheren Hinweis. Mehrere Falter, Larven oder Gespinste in Vorräten sind deutlich aussagekräftiger.

Befallene Lebensmittel entsorgen

Räumen Sie den Schrank aus und prüfen Sie auch Produkte, die neben der auffälligen Packung standen. Lebensmittel mit Gespinsten, Larven oder anderen klaren Befallszeichen sollten Sie nicht mehr essen. Einfrieren tötet Mottenstadien ab, macht die Ware aber nicht wieder genießbar.

Verschließen Sie befallene Packungen in einer Tüte oder kleben Sie sie zu und bringen Sie sie direkt in die Mülltonne außerhalb der Wohnung. Entsorgen Sie die Ware nicht auf dem Kompost. Produkte aus der Nähe des Befalls, bei denen Sie unsicher sind, empfiehlt das Umweltbundesamt vorsichtshalber eine Woche lang bei −18 °C einzufrieren. Gefrorene, tatsächlich befallene Lebensmittel bleiben für den Verzehr ungeeignet. Die Empfehlungen zum Einfrieren vor der Entsorgung unterscheiden sich. Verhindern Sie vor allem, dass sich der Befall weiter ausbreitet. Verwenden Sie befallene Lebensmittel keinesfalls weiter.

Schrank und Behälter reinigen

Entfernen Sie zuerst alle Vorräte und entsorgen Sie befallene Ware. Saugen Sie danach den leeren Schrank gründlich aus. Besonders wichtig sind Ecken, Fugen, Ritzen und die Bohrlöcher für Einlegeböden, denn dort können sich Larven verbergen. Verschließen Sie den Staubsaugerbeutel und werfen Sie ihn in den Hausmüll.

Wischen Sie die Schrankflächen anschließend mit Essigwasser aus und lassen Sie sie vollständig trocknen, bevor Sie Vorräte einräumen. Reinigen Sie wiederverwendbare, befallene Behälter sorgfältig und trocknen Sie auch diese gründlich. Anhaltende Feuchtigkeit im Vorratsschrank sollten Sie vermeiden.

Kontrollieren Sie Schrank und Vorräte nach der Reinigung weiter. Bei einem Befall empfiehlt das Umweltbundesamt, Saugen und Auswischen im Abstand von zwei Wochen zu wiederholen. Für die Nachkontrolle rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Schrank und Vorräte alle zwei bis drei Tage zu prüfen. Achten Sie dabei besonders auf neue Larven, Gespinste und Falter.

Trockene Vorräte schützen

Füllen Sie Mehl und Müsli in dicht schließende Gefäße um. Auch Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte und ähnliche Lebensmittel gehören in solche Behälter. Geeignet sind Gefäße aus Glas, Keramik oder geeignetem Kunststoff. Papier- und Pappverpackungen bieten keinen verlässlichen Schutz, weil Motten sie durchlöchern können. Beim Umfüllen sehen Sie außerdem, ob die Ware bereits Anzeichen eines Befalls zeigt.

Kaufen Sie kleinere Mengen und verwenden Sie ältere Vorräte zuerst. Lagern Sie trockene Lebensmittel kühl und trocken, entfernen Sie Krümel und kontrollieren Sie neue Packungen vor dem Einräumen. Prüfen Sie bei beschädigten Verpackungen oder sichtbaren Gespinsten auch die angrenzenden Vorräte.

Pheromonfallen locken männliche Falter mit einem Duftstoff an. So erkennen Sie einen Befall oder finden heraus, woher die Motten kommen. Sie beseitigen jedoch keine Eier oder Larven in Lebensmitteln und Ritzen. Bei wiederkehrendem Befall können Schlupfwespen helfen. Diese kleinen Wespen befallen die Eier der Motten und bekämpfen sie so auf biologische Weise. Lassen Sie sich fachlich beraten, bevor Sie chemische Schädlingsbekämpfungsmittel, sogenannte Biozide, einsetzen. Duftmittel wie Lavendel oder Lorbeer sollten Sie höchstens ergänzend verwenden; sie ersetzen weder dichte Behälter noch die Kontrolle und Reinigung.

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